Tagung zur Strömungsmechanik

Faszination des Strömenden

Der Lehrstuhl für Strömungsmechanik und Strömungstechnik begrüßte Mitte November 2005 für drei Tage Gäste aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich für das Treffen Perspektiven der Strömungsmechanik in Magdeburg. Zu dieser jährlichen Tagung finden sich alle deutschsprachigen Professoren für Strömungsmechanik auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zusammen. Auf ihr werden strategische Entscheidungen über große nationale und internationale Verbundforschungsprojekte getroffen und die wichtigsten neuen Fragestellungen erörtert.

Von besonderer Bedeutung war in diesem Jahr u. a. das Gespräch über die Exzellenzinitiativen des Bundes und der Länder. Aber auch zu aktuellen Forschungsthemen, wie zum Beispiel medizinische Strömungen, Verbesserung von sportlichen Leistungen durch Strömungskontrolle, Widerstands- und daher Energieverbrauchsreduzierung am Beispiel der Natur oder auch eine bessere Kontrolle der Geräuschemissionen von Fluidenergiemaschinen, wurden gemeinsame Positionen erarbeitet und entsprechende Forschungsaktivitäten gebündelt gestartet.

Während der Veranstaltung wurde das Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme besichtigt. In den Forschungsprojekten an diesem Institut sind Strömungen in Brennstoffzellen, Kristallisationsreaktoren oder in Zellsystemen von besonderer Bedeutung. Eine Führung durch das Otto-von-Guericke-Museum in der Lukasklause, mit nachgebauten strömungsmechanischen Demonstrationsversuchen aus der Zeit Otto von Guerickes, ergänzten das Programm.

Am Rande der Tagung zeigten in der Kunstausstellung „Faszination Strömung" Künstler aus Sachsen-Anhalt und Ungarn für zwei Wochen ihre Werke, die durch Inspiration aus der faszinierenden Vielfalt von Strömungsvorgängen entstanden sind an der Universität.

Die tagtäglichen Strömungsvorgänge in der Natur, wie der angenehm erfrischende Wind im Sommer oder die orkanartigen Stürme im Herbst, die friedliche, nutzbringende Strömung des Wassers in einem Fluss und die Gewalt der Flut bei Hochwasser, haben die Lebensbedingungen der Menschen seit Jahrtausenden entscheidend beeinflusst. Viele Kunstwerke entstanden durch die Inspiration aus der faszinierenden Vielfalt der Strömungsvorgänge in der Welt.

Der Lehrstuhl Strömungsmechanik und Strömungstechnik hatte gemeinsam mit dem Bund Bildender Künstler in Sachsen-Anhalt Künstler aufgerufen, sich mit ihren bildnerischen Darstellungen von Strömungen an einer Ausstellung zu beteiligen. 28 Künstler aus Sachsen-Anhalt und Ungarn folgten dem Aufruf und präsentierten mehr als 30 Bilder. In Farbe dargestellte Ergebnisse von wissenschaftlichen Strömungsfelduntersuchungen lieferten ebenfalls Bilder mit beeindruckender Ästhetik.   I.P./PM