Motorenprüfstände eingeweiht

Neue Versuchsumgebung

Im Beisein zahlreicher Gäste wurden Mitte November 2005 mit einem offiziellen Festakt die neuen Motorenprüfstandskabinen für Verbrennungsmotoren am Institut für Maschinenmesstechnik und Kolbenmaschinen (IMKO) in Betrieb genommen. Mit einem Knopfdruck lösten der Rektor der Universität, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, und der geschäftsführende Institutsleiter, Prof. Dr. Helmut Tschöke, den Start eines 4-Zylinder-Turbodieselmotors aus und erteilten somit die Freigabe der Prüfstandskabinen für zukünftige Lehr- und Forschungsaufgaben. Die Investition mit einem Volumen von einer Millionen Euro hat sowohl wirtschaftliche als auch umweltrelevante Bedeutung für das Institut, betonte Professor Tschöke in seiner Festansprache. Der Rektor, Professor Pollmann, hob den Technologietransfer, der vom Institut ausgehe, als einen bedeutenden Beitrag zum Entwicklungspotenzial des Landes Sachsen-Anhalt hervor. Die neuen Prüfstände werden wichtige Kompetenzen in den neuen Exzellenzschwerpunkt der Universität Automotive einbringen.

Nach einjähriger Bauzeit verfügt das Institut für Maschinenmesstechnik und Kolbenmaschinen nun über acht moderne Prüfstandskabinen. Sechs der Prüfstände werden vom IMKO betrieben, zwei vom Lehrstuhl für Maschinenelemente und Tribologie, Prof. Dr. Ludger Deters. Dies ist der Start in eine neue Forschungs- und Versuchsumgebung, mit der die bisherigen erfolgreichen Arbeiten zur Verbesserung und Optimierung von Otto- und Dieselmotoren fortgesetzt werden können. Schwerpunkte der Institutsforschung sind die Reduzierung des Kraftstoffverbrauches, der Partikelemission sowie der Geräusche. Der Einsatz von alternativen Kraftstoffen wird derzeit intensiv untersucht. Mit den Einzel-Prüfstandskabinen kann das Institut den Anforderungen des Arbeitsschutzes und der Auftraggeber, u.a. bezüglich des Schallschutzes, gerecht werden.

Während die Baumaßnahmen und ein Teil der Prüfeinrichtungen aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden, muss die weitere Ausstattung im Wesentlichen aus den Industrieforschungsprojekten erwirtschaftet werden.   I.P.