Schülerkongress zur europäischen Identität

Schüler im Hörsaal

Der erste einer Reihe von Schülerkongressen fand Mitte Februar 2005 im Hörsaal 3 statt. Ihm soll in den nächsten Jahren regelmäßig einmal jährlich ein weiterer folgen. Das Institut für Geschichte lud 120 Schüler der Oberstufen des Diesterweg-Gymnasiums Tangermünde und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Magdeburg in seine akademischen Hallen ein, um ihnen den Uni-Alltag und speziell das Studienfach Geschichte näherzubringen. Der Schülerkongress ist ein Teilprojekt des Geschichtsnetzwerks Sachsen-Anhalt, das im Rahmen des Programms „Denk mal! Geisteswissenschaften. Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich" von der Robert-Bosch-Stiftung finanziell unterstützt wird.

In einer Reihe von sechs Vorträgen äußerten sich Wissenschaftler und Lehrer über das Problem der „Europäischen Identität" im Kontext unterschiedlicher Zeiten und Hintergründe. Mit Hilfe der medial untermauerten Vorträge konnten sich die Schüler mit dem universitären Charakter von Geschichte und einigen Forschungskontroversen dieses Faches auseinandersetzen und sich dabei schon mal auf den Geschmack eines Hörsaal-Ambientes einstellen. Den Beginn machte der federführende Leiter des Projektes, Prof. Dr. Martin Dreher, mit seiner Frage nach den Ursprüngen Europas bei den Griechen. Ihm folgten Vorträge über das römische Imperium, die Kreuzzüge, das Europa der Vormoderne und Kinderrechte in Europa.

Campusrundgang

Den Abschluss bildete ein Vortrag über den europäischen Integrationsprozess seit dem Zweiten Weltkrieg, der von der aus Hamburg angereisten Gastdozentin Prof. Dr. Gabriele Clemens gehalten wurde.

Die Vorträge, welche thematisch mit den Schülern bereits im Unterricht vorbereitet waren, boten den im Auditorium Sitzenden Gelegenheit zu Diskussion und Fragen. In zwei Pausen traten zudem die am Projekt beteiligten Studenten auf den Plan, um die eine oder andere Frage zum Hochschulalltag zu beantworten. Der eigentlichen Tagung schloss sich für die angereiste Schülergruppe noch eine Führung über den Unicampus an.   Katrin-Beatrix Rawert