Die Tanzgruppe „Black Angels" begeistert ihr Publikum

Jeder ihrer Auftritte ist ein Hingucker

Pailletten glitzern in der Sonne, einige Füße suchen noch die richtige Position, Konzentration zeichnet sich trotz des Lächelns auf den Gesichtern der Tänzerinnen ab als die ersten Töne erklingen, die ersten Schritte gesetzt werden. Der Bühnenauftritt der „Black Angels" zur Präsentation „Uni am Markt" war sozusagen eine öffentliche Generalprobe. Die Zuschauer erhielten eine kleine Kostprobe des Programms, das die Tanzgruppe zum diesjährigen Universitätsball am 11. Oktober den Ballgästen vorführen wird. Für den Jubiläumsball hat die Tanzgruppe einiges Neues in ihr Repertoire aufgenommen. Showtanz im Stile des „Brasil Tropicale" ist hinzugekommen zu Musicaltanz und Jazz-Dance mit seinen verschiedenen Facetten wie Afro-, Modern- oder Popular-Jazz.

Angefangen hat für die „Black Angels" alles 1999 mit der Abschlusschoreographie einiger Sportstudentinnen für ihren Tanz- und Gymnastikkurs. Sie machte Appetit auf mehr. So trafen sich die Sportlerinnen zum Training, meldeten sich beim Universitätssportclub Magdeburg e.V. an und traten auf kleineren Institutsveranstaltungen auf. Sie begeisterten ihr Publikum. Und das sprach sich herum. Inzwischen gibt es an der Uni fast keine Feier mehr ohne die „Black Angels". Elf Tänzerinnen zählt die Truppe und schon lange sind es nicht mehr nur aktive Sportstudentinnen, die mit ihrem kreativen Tanz beeindrucken. „Die Grundlagenausbildung im Tanz bringen alle mit, an den Feinheiten feilen wir gemeinsam", meint Josephine Uiffinger, Psychologiestudentin. „Die Stärken des Einzelnen sind gut einzubauen in die Gesamtchoreographie und in die Gruppe, gerade weil wir aus unterschiedlichen Sportarten kommen." Und dass auch Basketballer und Fußballer eine gute Figur auf dem Tanzparkett machen, beweisen die vier männlichen Mitglieder, die seit kurzem die „Black Angels" verstärken.

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  Zu ihrem Namen kam die Gruppe durch ihre erste Choreographie. „In den Tänzen erzählen wir kleine Geschichten. In unserer ersten Choreographie standen sich ,gut und böse' gegenüber", erläutert Katja Westphal. „In den Kostümen bildeten ,hell und dunkel', ,schwarz und weiß' den Gegensatz. So entstand der Name ,Black Angels'".

Zweimal in der Woche treffen sich die Tänzerinnen und Tänzer für zwei Stunden zur Probe. Nach den Semesterferien werden auch noch die Wochenenden dazukommen – wie immer vor großen Auftritten. „Die Trainingszeiten lassen sich noch recht gut in unsere Stundenpläne einbauen", erzählt Ulrike Nitsch. „Die sind ja feststehend und an die Halle gebunden. Schwieriger sind Phototermine, Kostümanproben, Auftritte oder zusätzliche Proben einzuordnen. Aber wenn mal jemand eine Probe verpasst, dann helfen wir uns gegenseitig und üben die neuen Schrittfolgen außerhalb des Trainings. In der Gemeinsamkeit und gegenseitigen Unterstützung liegt unser Erfolg."

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  Doch bevor eifrig trainiert werden kann, muss die richtige Musik ausgesucht werden – und die kommt nicht immer nur aus der Konserve, auch mit dem Sax'n-Anhalt-Orchester wurde schon aufgetreten –, müssen die richtigen Kostüme gefunden werden – die sind zum Großteil selbst geschneidert, werden aber auch schon mal aus dem Fundus des Theaters der Landeshauptstadt ausgeborgt – und vor allem, muss die richtige Choreographie erarbeitet werden. Das Entstehen so einer Choreographie reicht von einem wüsten Ideenhaufen, der ersteinmal sortiert sein will, bis hin zur Arbeit mit Profis. Gastchoreographen vermittelt Prof. Dr. Anita Hökelmann vom Institut für Sportwissenschaft, die die „Black Angels" berät und unterstützt – auch bei der Erarbeitung der Darbietungen zum Jubiläumsball. So viel sei schon einmal verraten: Die Ballgäste werden ins Chicago der 30er Jahre entführt und mit einem Showtanzmix lateinamerikanischer Tänze auf den nächsten Südamerikaurlaub vorbereitet. Neugierig geworden? Den Hingucker gibt's auf dem Universitätsball zum diesjährigen Jubiläum „50 Jahre Hochschulstandort – 10 Jahre Otto-von-Guericke-Universität".   Ines Perl